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Begreifen
KI & Gesellschaft
Talk: Panel

Wo

Pulse Stage

Wann

25. Juli 2026
15:50 - 16:40 Uhr

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Ready for Research: Wie ich KI-Forscherin wurde (und du es werden kannst!)

Sharmita Dey, Tobias Röddiger, Alois Bachmann, Niklas Jopp, Katharina Zweig, Isabel Camps-Tscherwitschke | IPAI Foundation | Sprache: EN

Wie werden aus der ersten digitalen Neugier in der Schule konkrete Forschungsergebnisse, die den Sprung in die Praxis schaffen? Welche Wege gibt es in die Forschung? Das Panel bringt Forschende in allen Phasen zusammen: die Gewinner:innen des IPAI-Foundation Sonderpreises bei „Jugend forscht“, zwei IPAI Science Residents und Bestseller-Autorin Prof. Katharina Zweig.

Alois Bachmann

Alois Bachmann studiert Physik an der Universität Heidelberg. Sein Projekt kombiniert Grundlagen- und Anwendungsforschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Zum einen betrachtet er die Krankheitserkennung als eine Form der Fehlererkennung in gesundem Gewebe: Indem eine KI lernt, wie gesundes Gewebe aussieht, kann sie selbst ihr völlig unbekannte Krankheiten – wie etwa Gehirntumore statt Schlaganfällen – treffsicher detektieren. Zum anderen hat er eine neue, dynamische Aktivierungsfunktion entwickelt, bei der das Netzwerk im Training statt statischer Vorgaben zwei zusätzliche Parameter selbstständig anlernt. Ihn fasziniert KI als eine Meta-Wissenschaft, die Türen zu jedem beliebigen Forschungsfeld öffnet. Langfristig möchte Alois Bachmann in der Forschung bleiben oder ein Start-up gründen – aktuell arbeitet er beispielsweise gemeinsam mit seiner Freundin an einem patentierten Raketentriebwerk. Von den Residents möchte er primär erfahren, wie deren konkrete Forschung funktioniert und worin sich die KI-Forschung in der Wirtschaft von der akademischen Wissenschaft unterscheidet.

Niklas Jopp

Niklas Jopp ist 17 Jahre alt, Schüler und Gründer der Guardience GmbH. Aus einem Jugend forscht-Projekt entwickelte er die Idee für CamperGuard, ein intelligentes Alarmsystem für Camper. Mithilfe von Radarsensoren und intelligenter Datenauswertung kann das System Bewegungen sowie auffällige Annäherungen frühzeitig erkennen, noch bevor es zu einem Einbruch kommt. Was als erster Prototyp begann, entwickelte sich schließlich zu einem eigenen Unternehmen mit europäischer Patentanmeldung.

Katharina Zweig


Die Professorin der Informatik an der RPTU in Kaiserslautern, studierte Biochemikerin und Informatikerin. Habe den deutschlandweit einzigartigen Studiengang der Sozioinformatik entwickelt, den ich dort auch leite. Forsche zu der Frage, wann welche Form von Software in sozialen Prozessen gelingend eingebunden werden kann, auch zu Regulierungsfragen. War u.a. Mitglied der Enquete-Kommission zur Beratung des Bundestages zum Thema KI (2018-2020), mehrfach ausgezeichnet für meine Wissenschaftskommunikation, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz (2025), dreifache Bestsellerautorin mit Sachbüchern zu KI. Falls Sie das gerne erweitern wollen, finden Sie alles Relevante auf meiner Wikipediaseite.

Tobias Röddiger

Tobias Röddiger ist Forscher im Bereich KI und eingebettete Systeme (Embedded Systems) und ist derzeit als Science Resident bei der IPAI Foundation tätig. Zuvor leitete er die Wearable AI Systems Group am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wo sich seine Forschung auf die Einbettung von maschinellem Lernen in biomedizinische Wearables konzentrierte. Er forschte zudem am Massachusetts Institute of Technology (MIT), der University of Cambridge und der Lancaster University. Am KIT entwickelten Dr. Röddiger und his Team „OpenEarable“, eine führende Open-Source-Plattform für KI-basierte Gesundheitserfassung im Ohr, die mittlerweile von großen Technologieunternehmen genutzt wird. Seine Forschung wurde mit mehreren Preisen für die beste wissenschaftliche Arbeit (Best Paper Awards) sowie für seine Dissertation ausgezeichnet. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Skalierung offener, KI-gestützter eingebetteter Systeme. Bei IPAI entwickelt Dr. Röddiger winzige Sensor-Basismodelle (Sensor Foundation Models), die eine adaptive, datenschutzfreundliche und ressourceneffiziente Gesundheitsintelligenz direkt auf Wearables ermöglichen – also dort, wo Rechenleistung, Speicher und Energiebudget stark begrenzt sind.

Sharmita Dey

Sharmita Dey ist Senior Postdoctoral Researcher an der ETH Zürich. Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Robotik und verkörperter Intelligenz (Embodied Intelligence). Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf Foundation Models, World Models, selbstüberwachtem Lernen (Self-Supervised Learning) und kontinuierlichem Lernen (Continual Learning) für adaptive Agenten. Diese Agenten lernen aus multimodalen Erfahrungen, antizipieren zukünftige Ergebnisse und lassen sich flexibel auf neue Aufgaben und Umgebungen übertragen.
Ihre Promotion im Fach Informatik an der Universität Göttingen schloss sie mit der höchsten Auszeichnung (summa cum laude) ab. Ihre akademische und praktische Laufbahn umfasst Stationen am NASA Jet Propulsion Laboratory, der ETH Zürich, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Göttingen. Sie publiziert regelmäßig in führenden Fachzeitschriften und auf Konferenzen in den Bereichen KI, maschinelles Lernen und Robotik, darunter Science Robotics, NeurIPS, Transactions on Machine Learning Research, IROS und Nature Methods. Darüber hinaus ist sie als Reviewerin für renommierte Fachmedien und Konferenzen wie NeurIPS, ICML, ICLR und AISTATS tätig. Ihr langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Modellen für verkörperte KI (Embodied AI), die Wahrnehmung, Gedächtnis, Vorhersage und Handeln so miteinander verknüpfen, dass adaptive und vertrauenswürdige, auf den Menschen ausgerichtete intelligente Systeme entstehen.

Isabel Camps Tscherwitschke (Moderation)

Isabel Camps Tscherwitschke verantwortet den Bereich AI Science & Transformation bei der IPAI Foundation. In dieser Rolle leitet sie unter anderem das Herzstück-Projekt „IPAI Science Residency“ – ein einjähriges Fellowship am IPAI, das internationale KI-Forschende nach Heilbronn bringt. Ihre Mission ist es, komplexe KI-Wissenschaft zugänglich zu machen und den Transfer in die Anwendung zu beschleunigen und somit die nächste Generation von Tech-Pionieren zu fördern. Mit einem Hintergrund in International Business (Bachelor) und European Studies (Master) hat sie sich bereits in ihren Abschlussarbeiten intensiv auf die Schnittstelle zur Künstlichen Intelligenz fokussiert. Diese interdisziplinäre Expertise nutzt sie heute als Strategie, um internationale akademische Forschung nahtlos in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Praxis zu transferieren. Beim KI-Festival moderiert sie die Runde, und zeigt gemeinsam mit ihren Gästen echte Einblicke in die KI-Forschung und wie der Weg vom großen Tech-Traum zur realen Wissenschaftskarriere gelingen kann.

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Eintritt frei - keine Anmeldung erforderlich

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