awareness auf dem Ki festival

Awareness bedeutet für uns Achtsamkeit, Respekt und gegenseitige Unterstützung:

Unser geschultes Team setzt sich für ein faires, diskriminierungssensibles Umfeld ein und hilft euch dabei, eure persönlichen Grenzen zu schützen. Wir sind als Ansprechpartner:innen für euer Wohlbefinden vor Ort, damit ihr unbeschwert entdecken, lernen und feiern könnt. Ihr erkennt das Team auf dem gesamten Gelände zu jeder Zeit an den lila Westen mit der Aufschrift AWARENESS.

Wir werden während unserer Veranstaltung Diskriminierungen klar benennen und möchten mit diesem Konzept für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang sensibilisieren.

Wie ihr uns erkennt und findet

Wir sind als Ansprechpartner:innen für euer Wohlbefinden vor Ort, damit ihr unbeschwert entdecken, lernen und feiern könnt. 

Ihr erkennt das Team auf dem gesamten Gelände zu jeder Zeit an den lila Westen mit der Aufschrift AWARENESS.

Zögert nicht uns anzusprechen, wir sind für euch da

Vor Ort: Am Awareness Corner direkt hinter dem Info Hub

Telefon: +49713230474487

E-Mail: awareness@ki-festival.de

WICHTIG:

Wir erwarten von allen Teilnehmenden eine verantwortungsvolle Teilnahme an unserer Veranstaltung. Dies bedeutet auch nicht wegzusehen, wenn andere Menschen Unterstützung brauchen. So gestalten wir gemeinsam ein Unterstützer:innenumfeld.

Was awareness für uns bedeutet

01
Respektvoller Umgang und kein Platz für Diskriminierung

Ein respektvoller Umgang bildet die Grundlage für das Miteinander auf unserer Veranstaltung. 

Wir erwarten von allen Teilnehmenden die Bereitschaft, die Grenzen anderer zu respektieren. 

Jegliche Form von Diskriminierung und gewalttätigem Verhalten wird absolut nicht toleriert!

Wir wünschen uns das unsere Veranstaltung frei von jeglicher Form von Diskriminierung ist, wissen jedoch, dass es trozdem zu (unbeabsichtigt) grenzüberschreitendem Verhalten kommen kann.

Dies beinhaltet jegliche Form von Sexismus, Misogynie, sexuelle Belästigung, Homo- und Queerfeindlichkeit, Ableismus, Behindertenfeindlichkeit, Klassismus, Trans*feindlichkeit, Hetero-Cis-Sexismus, Bodyshaming, Antisemitismus, diskriminierende Verschwörungstheorien sowie jegliche Form von Rassismus und ethno-religiösem Rassismus. Definitionen siehe Glossar.

Wir dulden außerdem keine Mikroaggressionen, Beleidigungen, abwertende Formulierungen, diskriminierende Zuschreibungen, Sachbeschädigungen sowie körperliche und psychische Übergriffe.

02
Unterstützung und Handlungsmöglichkeiten

Wir setzen uns aktiv gegen jegliche Form von Diskriminierung und Grenzüberschreitungen ein und zeigen durch unser Awareness-Konzept Betroffenen Handlungsmöglichkeiten auf. 

Sollte es auf unseren Veranstaltungen zu verbalen oder körperlichen Übergriffen, Gewalt oder Diskriminierung kommen, sollten sich zunächst alle verantwortlich fühlen und einschreiten, oder Hilfe anfordern (siehe Kontaktmöglichkeiten).

Das Awareness-Team steht zur Unterstützung währenddessen und danach zur Verfügung. Es ist ein Schutzraum mit entsprechender Ausstattung für Betroffene vorhanden.

Eine begleitete Konfrontation mit dem/der Täter:in ist auf Wunsch möglich.

Es geht nicht um unterstützende Täter:innenarbeit, sondern darum, von Täter:innen einzufordern, dass sie ihr eigenes Verhalten reflektieren und ändern.

03
Definitionsmacht und Parteilichkeit

Wir respektieren die Definitionsmacht der von Gewalt Betroffenen. Das bedeutet, darüber zu entscheiden, wann etwas als gewalttätig und übergriffig empfunden wird. Bei Diskriminierung ist es die Wirkung und nicht die Absicht, die zählt. Diese Entscheidung liegt allein bei der betroffenen Person.

Wir bieten Unterstützung durch unser Awareness-Team und ein Unterstützer:innenumfeld, um die Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit der Betroffenen zu stärken.

Unser Awareness-Team steht grundsätzlich auf der Seite der Betroffenen und setzt sich für sie ein. Ziel ist es sie bei der Wiedererlangung ihrer Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit zu unterstützen.

04
Maßnahmen bei Verstößen

Wir behalten uns vor Teilnehmende die sich unangemessen verhalten der Veranstaltung zu verweisen.

Begriffserklärung

Ableismus / Behindertenfeindlichkeit / Behindertenfeindlichkeit

Able·is·mus/Be·hin·der·ten·feind·lich·keit „benennt die Auf- und Abwertung von Menschen nach ihnen zugeschriebenen Fähigkeiten, was zur Diskriminierung von chronisch kranken und behinderten Menschen führt. Ableismus geht von einem physischen und psychischen Idealstandard des Menschen aus, dem chronisch kranke und/oder behinderte Menschen nicht gerecht werden können. Sie gelten demzufolge als ‚minderwertig‘. Auf sozialer Ebene bedeutet es, dass behinderte und/oder chronisch kranke Menschen oft ausgeschlossen und unsichtbar gemacht werden.“ (aus leidmedien.de/begriffe)

Antisemitismus

An·ti·se·mi·tis·mus tritt in unterschiedlichen Erscheinungen auf und hat sich im Verlauf der Jahrhunderte den jeweiligen Kontexten angepasst. Beim Antisemitismus geht es nicht um den einzelnen Menschen, sondern um das Prinzip ‚Jude‘, das mit verschwörungstheoretischen und menschenverachtenden Zuschreibungen in Verbindung gebracht wird. Im Gegensatz zu anderen Diskriminierungsformen verläuft die vermeintliche Machtachse nicht, wie in rassistischen Denkmustern, von oben nach unten, sondern von unten nach oben: Es wird eine kleine mächtige Gruppe konstruiert, die für das Unglück einer großen Gemeinschaft verantwortlich sei. Zu Antisemitismus gehören sowohl der unmittelbar ausgesprochene Hass gegen Juden:Jüdinnen als auch Vorstellungen und Argumentationsmuster, die Verschwörungsdenken, Leugnung und Relativierung der Shoah, Boykottaufrufe israelischer Produktionen oder beispielsweise eine Gleichsetzung der israelischen Politik mit den Verbrechen der Nationalsozialist:innen ausdrücken.

Awareness

Der begriff Awareness stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Bewusstsein oder Achtsamkeit. Er bezeichnet ein Schutzkonzept, das Menschen dabei unterstützen soll, strukturelle Diskriminierung zu erkennen und Position für die Betroffenenperspektive zu breziehen.

Bodyshaming

Ist die Abwertung von verschiedener Körperformen.

diskriminierende Verschwörungstheorien

Eine Verschwörungstheorie ist der frei gewählte, komplexitätsreduzierte Glaube daran, dass eine geheim operierende Gruppe von mindestens zwei Menschen existiert, die einen böswilligen Plan verfolgt, und damit für ein wichtiges historisches Ereignis oder Geschehen verantwortlich ist, wobei das Ergebnis offiziell anders erklärt bzw. verschleiert wird. Diese gehen oft mit Antisemitismus einher.

Hetero-Cis-Sexismus

Hetero-Cis-Sexismus beschreibt ein gesellschaftliches Machtsystem, das Heterosexualität und Cis-Geschlechtlichkeit als einzig „natürliche“ Norm darstellt. Cis-Geschlechtlickeit meint, dass man sich mit dem Geschlecht identifiziert, welches einem bei der Geburt zugewiesen wurde.

Homo- und Queerfeindlichkeit

Ho·mo*feind·lich·keit beschreibt die Diskriminierung von lesbischen und schwulen Menschen. Grundlage ist ‚Heteronormativität‘, also die (unbewusste) Erwartung, alle Menschen seien cisgeschlechtlich und heterosexuell. Andere Geschlechtsidentitäten und Begehrensformen werden abgewertet, ausgegrenzt oder unsichtbar gemacht. Das * steht für Menschen, die sich nicht in den Kategorien ‚Mann‘ oder ‚Frau‘ bewegen

Klassismus

Zu den Begrifflichkeiten, die Diskriminierung beschreiben, kam in jüngerer Zeit der Klassismus hinzu, in Anlehnung an den Klassenbegriff von Karl Marx. Er beschreibt Abwertung und Unterdrückung aufgrund der realen oder auch nur vermuteten sozialen Herkunft oder Position. Es ist eine Form der Benachteiligung, die Unterprivilegierte trifft. Den Angehörigen einer niedrigeren Klasse ist der soziale Aufstieg nur selten möglich, der berufliche Werdegang gestaltet sich schwierig. Die kulturelle Ausgrenzung beginnt mit Bemerkungen, dass die betroffene Person die falsche Kleidung trage, falsch spreche und sich falsch benehme.

Misogynie

Das aus dem Altgriechischen stammende Wort Misogynie bedeutet Frauenfeindlichkeit oder Frauenhass. Es setzt sich zusammen aus „misos“ für Hass und „gyne“ für Frau. Misogynie beschreibt eine emotionale und hasserfüllte Haltung, vorwiegend von Männern, seltener von Frauen. Die sprachlich verwandten Wörter Misanthropie bezeichnen die Menschenfeindlichkeit, Misandrie den Männerhass. Das Wort Misogynie findet sich bereits in literarisch-philosophischen Schriftstücken der griechischen Antike, etwa bei Aristoteles. Auch er behauptet die vorgebliche Minderwertigkeit von Frauen. Die Psychologie nutzt das Wort als Bezeichnung für krankhaften Hass von Männern gegenüber Frauen.

Rassismus und ethno-religiöser Rassismus

Diskriminierungsform und Ideologie, die Menschen aufgrund ihrer Ethnie, ihres Äußeren (Hautfarbe), ihres Namens, ihrer (vermeintlichen) Kultur, Herkunft oder Religion und damit als als Teil einer vermeintlich homogenen Gruppe abwertet z.B. Anti-Schwarzer Rassismus, Anti-muslimischer Rassismus, Antisemitismus, Anti-asiatischer Rassismus

Sexismus

Sex·is·mus benennt die Abwertung aufgrund der biologischen und/ oder gewählten Geschlechtsidentität. Gesellschaftlich betroffen sind Frauen und Menschen, die nicht der männlichen Gendernorm entsprechen. Sexismus ist eine Unterdrückungsform des Patriarchats.

Trans*feindlichkeit

Trans* (transident, transgender) ist ein Oberbegriff, der eine größtmögliche Vielfalt von Lebensentwürfen und Selbstbezeichnungen umfasst, die nicht der Cis-Norm entsprechen (aus transinterqueer.org). Transfeind·lich·keit beschreibt die Diskriminierung von Menschen, deren bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht nicht mit der Geschlechtsidentität übereinstimmt. Transfeind·lich·keit beschreibt die Diskriminierung von Menschen, deren bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht nicht mit der Geschlechtsidentität übereinstimmt.

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